Philharmonie Südwestfalen

S-Klassik: Die Magie der Musik

Saisoneröffnung in allen Registern
© Rolf K. Wegst↑ Die Philharmonie Südwestfalen
Foto: Rolf K. Wegst
Beschreibung ↓

Mit der Magie der Musik eröffnet die Philharmonie Südwestfalen ihre sinfonische Saison!

Die Moldau ist 430 km lang, entwässert ein Gebiet von 28.000 km2, in Prag führen 18 Brücken über sie. Fakten gibt es reichlich zu ihr, aber wäre sie auch nur annähernd so bekannt heute ohne die Kraft der Musik Smetanas, der ihren Lauf von der Quelle bis zur Mündung bei Prag einzigartig beschreibt?

Robert Schumann trat 1850 mit seiner Frau und den sechs  Kindern den Umzug aus Dresden nach Düsseldorf an, um die begehrte Stelle des Musikdirektors dort anzunehmen. Schon beim ersten Konzert in der neuen Heimat registriert der Komponist glücklich, wie herzlich ihn sein neues Publikum feiert und vollendet noch am gleichen Tag sein Cellokonzert.

Ottorino Respighi liebte ganz offensichtlich die „Ewige Stadt“ Rom. Drei sinfonische Dichtungen schrieb er der Metropole auf den Leib und sagte zu der hier erklingenden: „In dieser sinfonischen Dichtung hat der Komponist Empfindungen und Geschichte ausdrücken wollen, die beim Anblick von vier römischen Fontänen in ihm wach wurden, und zwar jedes Mal zu der Tageszeit, wenn ihre Eigenart am meisten mit der betreffenden Umgebung übereinstimmt, oder ihre Schönheit auf den Betrachter den größten Eindruck macht.“

Die kleine Trommel hat wohl ihren prominentesten Auftritt der Musikgeschichte in Ravels Bolero. Eigentlich hat der französische Meister nur einen Rhythmus und eine Melodie in eine Art Endlosschleife gelegt. Klingt nach Langeweile. Und eine Dame kommentierte die Uraufführung: „Der Mann ist ja verrückt“ – worauf Ravel entgegnete, sie sei die einzige, die das Werk verstanden habe. Der unglaubliche Sog dieser Musik – wenn man sich darauf einlässt – ist nicht mit Worten zu beschreiben, man muss ihn hören. Am besten live im Konzert so wie hier, mit dem großartigen Gastdirigenten Constantin Trinks und dem grandiosen Daniel Müller-Schott am Solocello.

»einzigartig, vollendet, schön und garantiert nicht langweilig«
Termine ↓
Sa • 14. Sep 24 • 19:30 UhrKApollo-TheaterApollo begrüßt um 19:00 Uhr• 
Vor­verkauf ab 27.08.
So • 15. Sep 24 • 19:30 UhrCKApollo-TheaterApollo begrüßt um 19:00 Uhr• 
Vor­verkauf ab 27.08.
Infos ↓
Sinfoniekonzert 10+
Mit der Philharmonie Südwestfalen (D)
Dauer: ca. 2 h 25 Min. inkl. 25 Min. Pause nach ca. 50 Min.
Preise: E

Programm:
Bedrich Smetana ( 1824-84), Die Moldau (1874)
Robert Schumann (1810-56), Konzert für Violoncello und Orchester a-moll op. 129 (1850)
Ottorino Respighi (1879-1936), Fontane di Roma (1916)
Maurice Ravel (1879-1937), Bolero (1928)

Besetzung: Philharmonie Südwestfalen
Leading Team: Constantin Trinks (Dirigent), Daniel Müller-Schott (Cello)

Daniel Müller-Schott zählt zu den weltweit gefragtesten Cellisten und ist auf allen großen internationalen Konzertbühnen zu hören. Seit vielen Jahren begeistert er sein Publikum als Botschafter der klassischen Musik im 21. Jahrhundert und als Brückenbauer zwischen Musik, Literatur und Bildender Kunst. Gesprächskonzerte, Auftritte an ungewöhnlichen Orten, wie zuletzt in einem Hamburger Club gemeinsam mit Musikern des NDR Elbphilharmonie Orchesters, sind Daniel Müller-Schott ein wichtiges Anliegen. Die New York Times würdigt seine „intensive Expressivität“ und beschreibt ihn als „einen furchtlosen Spieler mit überragender Technik“.

Daniel Müller-Schott gastiert bei international bedeutenden Orchestern weltweit, am Pult stehen herausragende Dirigent:innen wie Marc Albrecht, Karina Canellakis, Thomas Dausgaard, Christoph Eschenbach, Kurt Masur, Lorin Maazel und Sir André Previn. Mit großer Leidenschaft führt Daniel Müller-Schott nicht nur die großen Cellokonzerte vom Barock bis zur Moderne auf. Auch die Entdeckung unbekannter Werke, die Erweiterung des Cello-Repertoires, etwa durch eigene Bearbeitungen sowie die Zusammenarbeit mit den Komponisten unserer Zeit, haben einen festen Platz in seinen Konzerten. George Alexander Albrecht, Sir André Previn und Peter Ruzicka haben dem Cellisten Cellokonzerte gewidmet. Sebastian Curriers „Ghost Trio“ brachte Daniel Müller-Schott mit Anne-Sophie Mutter und Lambert Orkis in der New Yorker Carnegie Hall zur Uraufführung. Sowohl der in den USA geborene Sebastian Currier als auch Olli Mustonen haben für Daniel Müller-Schott eine Cellosonate komponiert. Zum Beethoven-Jahr 2020 hat Daniel Müller-Schott mit Anne-Sophie Mutter & Friends Jörg Widmanns „Studie über Beethoven“ (6. Streichquartett) in Tokio uraufgeführt.

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